Bauliche Maßnahmen am Schloss Hurlach bei Landsberg am Lech

Bauherr: Jugend mit einer Mission e. V. Hurlach (JMEM, YWAM)
Thema: Bauen im historischen Kontext
Ort: Hurlach bei Landsberg am Lech
Leistungsumfang: LPH 1–8
Landschaftsarchitektur: Helmut Rösel
Brandschutzplanung: Sabina Rigotti

Bauherr:
Thema:
Ort:
Leistungsumfang:
Landschaftsarchitektur:
Brandschutzplanung:

Jugend mit einer Mission e. V. Hurlach (JMEM, YWAM)
Bauen im historischen Kontext
Hurlach bei Landsberg am Lech
LPH 1–8
Helmut Rösel
Sabina Rigotti

CAMPUSGESTALTUNG UND BRANDSCHUTZ FÜR EINE INTERNATIONALE MISSIONSGEMEINSCHAFT

Das rund 400 Jahre alte Schloss in Hurlach ist seit den Olympischen Spielen 1972 Sitz von Jugend mit einer Mission e. V. (JMEM, engl. Youth With A Mission / YWAM) – einer internationalen und überkonfessionellen christlichen Missionsbewegung. Seither dient das Ensemble als Ort für Schulungen, Begegnung und missionarische Einsätze – in Deutschland und weltweit.

Im Rahmen einer umfassenden Weiterentwicklung des Campus wurden verschiedene bauliche Maßnahmen umgesetzt: Die Zufahrt wurde neu organisiert, ein neuer Parkplatz angelegt und der zentrale Hof des Schlosses neugestaltet. Diese Freianlagenplanung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Helmut Rösel.

Gleichzeitig mussten die Bestandsgebäude brandschutztechnisch auf den aktuellen Stand gebracht werden – insbesondere mit Blick auf die intensive Nutzung durch Seminar- und Wohngruppen. Die Brandschutzplanung wurde von Sabina Rigotti erstellt. Als Teil dieser Maßnahmen wurde unter anderem eine neue Außentreppe für den großen Seminarraum realisiert.

Das Projekt verbindet sensible Eingriffe in ein historisches Ensemble mit den funktionalen Anforderungen eines internationalen Bildungs- und Begegnungsortes.

Die Kirchengemeinde ev.-luth. St. Matthäus in Augsburg-Hochzoll verfolgt seit Jahren das Ziel, ihre bislang räumlich getrennten Einrichtungen – Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus – an einem Ort zusammenzuführen.

In unserem Entwurf, den wir ehrenamtlich erstellt haben, wird das bestehende Kirchengebäude um ein funktional vielseitiges Gemeindezentrum erweitert. Der Kirchenraum selbst bleibt Zentrum des geistlichen Lebens und wird zugleich durch flexible Nutzungsmöglichkeiten für kirchliche Veranstaltungen ergänzt. Ein abtrennbarer Raum der Stille schafft Raum für Rückzug, Gebet und Meditation – auch unabhängig vom Gemeindebetrieb.

Zentraler Bestandteil des Entwurfs ist ein Kirchen Café mit direktem Bezug zum Kirchenraum. Es dient sowohl der Gemeinde als Treffpunkt nach Gottesdiensten als auch der Öffentlichkeit als Cafébetrieb im Alltag.

Im Obergeschoss befinden sich das Pfarrbüro, das Büro des Pfarrers sowie Gruppenräume mit mobiler Raumtrennung für vielseitige Veranstaltungsformate. Das Souterrain beherbergt unter anderem einen Probenraum für musikalische Aktivitäten der Gemeinde.

Ein neu gestalteter Platz öffnet sich zur Friedberger Straße und bietet eine barrierefreie Zugangssituation für alle Räume des Gemeindezentrums. Unter dem Platz ist eine Tiefgarage mit direktem, schwellenfreiem Anschluss an das Gebäude vorgesehen.

Gegenüber der Kirche schafft ein ergänzendes Gebäude mit christlicher Buchhandlung und Pfarrwohnung einen weiteren Baustein für ein lebendiges kirchliches Ensemble im Stadtteil Hochzoll – ein Ort der Begegnung, Spiritualität und Gemeinschaft.

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